26. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Morgen, nach dem festlichen Abschlussgottesdienst mit Erzbischof Jan Pawłowski, wird Mutter M. Samuela das XXV. Generalkapitel offiziell beenden. Vorgestern, gestern und heute wurden Kapitelsbeschlüsse diskutiert und abgestimmt und einige Termine für die Zukunft geklärt. Das Protokoll ist ebenfalls fast fertig und soll morgen endgültig verabschiedet werden.

Um uns noch reicher an schönen Erlebnissen und Erfahrungen fahren zu lassen und weil Schwester M. Daria Geburtstag hatte, besuchten die Kapitularinnen gestern Nachmittag gemeinsam die Abtei Fossanova, das erste Zisterzienserkloster Italiens und der Sterbeort des hl. Thomas von Aquin mit einer wechselvollen Geschichte. Wir sahen und bewunderten eine eindrucksvolle frühgotische Kirche und eine große Klosteranlage, die zur Zeit von 4 Franziskanern „belebt“ wird, eine schier aussichtslose Aufgabe in Räumlichkeiten, in denen einmal Hunderte von Mönchen lebten, beteten und arbeiteten.

Doch das Wissen, dass die Kirche schon mal ca. 30 Jahre lang (1800 - 1830) Pferdestall war, kann uns deutlich machen, dass Zahlen niemals ein Grund zur Verzagtheit sein dürfen, weil wir an den glauben, der selbst vom Tode auferstand und auch heute die Macht hat, Totes wieder lebendig zu machen.

Dieser Glaube kann und soll nun die Kapitularinnen in ihre Heimat begleiten, damit wir daraus leben und Zeugnis davon geben, dass der Glaube an Gottes Macht und Barmherzigkeit wirklich das Fundament des Lebens und Wirkens aller Schwestern von der hl. Elisabeth ist.

Mit einem großen Dank an sie alle für alle Unterstützung durch das Gebet grüßt ein letztes Mal aus Rom

Ihre Sr. M. Dominika

22. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Bisher stand in der Kapitelsarbeit mehr oder weniger das Wort der Kapitularinnen im Mittelpunkt, ihre Meinung, ihre Entscheidung war gefragt.

Am Donnerstag und am Freitag und dann nochmals am Montag ist das Hören wichtig. An diesen Tagen hörten wir Vorträge. In jedem Vortrag ging es um das Thema „Glauben“. Die Stunden des Zuhörens und Mitlesens (die Patres sprachen alle polnisch) waren also eine Art Weiterbildung für uns, und ich bin sicher, dass wir einen großen geistlichen Gewinn davon haben; denn diese Vorträge, die nicht nur sehr klug, sondern von einer großen spirituellen Tiefe waren, sind es mehr als wert, an die Mitschwestern daheim weitergegeben zu werden, damit auch bei ihnen die Freude am Glauben wächst.

An den Nachmittagen war Gelegenheit an den Festgottesdiensten anlässlich der Jubiläumswallfahrt zum 1050. Jahr der Christianisierung Polens, die in diesen Wochen hier in Rom stattfindet, teilzunehmen in Santa Maria Maggiore, im Lateran und in St. Paul vor den Mauern. Viele Schwestern nutzten diese Chance, um vielleicht „ihren“ Bischof zu treffen. Bischof Czaja von Oppeln, der mal kurz bei den Elisabeth-Schwestern in der Olmata vorbeischauen wollte, staunte nicht schlecht, als er eine so große Schar von ihnen vorfand, und wünschte einen guten Abschluss des Kapitels.

Bald ist es ja soweit!

Man spürt auch schon, dass alle ein wenig Heimweh haben. Das ist ja auch gut so!

Ihre Sr. M. Dominika

19. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Wenn Sie die Bilder, die täglich ins Internet eingestellt werden, gesehen haben, wissen Sie, dass wir auf dem Generalkapitel auch Zeit für Besichtigungen und Pilgerfahrten haben.

Am arbeitsfreien Sonntag waren die Kapitularinnen wieder in Rom unterwegs, bei der Heiligsprechung auf dem Petersplatz, in schönen Kirchen, an kühlen Brunnen oder auf weiten Plätzen. Zwei Gruppen waren auch wieder beim hl. Franziskus in Assisi. Auf seinen Spuren waren die Kapitularinnen auch gestern, am 18. Oktober. Mit zwei Gruppen – getrennt nach Sprachgruppen – fuhren wir ins Rieti-Tal. Die erste Station war Poggio Bustone, wo der hl. Franziskus nach seinem Abschied von der Heimatstadt sein Berufungserlebnis hatte, indem ihm bewusst wurde, dass Gott ihn liebt und ihm „die vielen Sünden seiner Vergangenheit“ vergeben hat. Auf einem Bild in dem dortigen Franziskanerkloster war das schön dargestellt. Man sieht den hl. Franziskus von den Strahlen des Himmels als Zeichen der göttlichen Gegenwart umfangen, voller Freude und mit strahlendem Gesicht über eine Wiese hüpfen.

Nach einem guten Mittagessen fuhren wir nach Fonte Colombo. Dort hat der hl. Franziskus die erste Regel seiner Gemeinschaft verfasst.

An beiden Orten hatten wir genügend Zeit, besinnlich und betend die Höhlen und Kapellen zu betrachten, die mit dem Leben und den Legenden des Hl. Franziskus in Verbindung stehen.

An den anderen Tagen seit meinem letzten Bericht haben wir in Gruppen oder im Plenum intensiv und engagiert an der Überarbeitung der Konstitutionen und des Direktoriums gearbeitet, das Weiterbildungsprogramm für die nächsten sechs Jahre erstellt und uns mit den Eingaben der Schwestern beschäftigt.

Natürlich waren wir uns dabei nicht immer alle einig. Bei über 50 Schwestern wäre das auch unmöglich und ganz sicher kein Zeichen einer lebendigen Gemeinschaft. Besonders spannend ist es in unserer Kongregation durch die Tatsache, dass sehr wenige Schwestern beide Sprachen – polnisch und deutsch – sprechen und eine Schwester nur portugiesisch und italienisch. Dass sich bei den endgültigen Abstimmungen dennoch eine große Übereinstimmung zeigt, können wir daher ganz sicher als einen Beweis für die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserer Mitte betrachten. Das kann uns froh und dankbar machen.

Sr. M. Dominika

12. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Damit Sie nicht denken, dass wir nur arbeiten, sei heute von einigen weniger anstrengenden Aktivitäten berichtet.

Am Sonntag, der arbeitsfrei war, schwirrte die Schwestern wie ein Taubenschwarm in alle Richtungen aus, manche nur ein kurzes Stück nach Maria Maggiore, Santa Prassede oder San Alfonso, manche etwas weiter nach Santa Maria dell’Anima oder St. Peter und manche sogar bis Assisi.

Der heutige Mittwoch war der Tag der Generalaudienz. Als ein besonderes Geburtstagsgeschenk durfte Schwester M. Edith gemeinsam mit Mutter M. Samuela dem Hl. Vater in unser aller Namen die Hand geben und einen Gruß sagen. Der weiße Rosenkranz, den Sr. M. Edith vom Papst als Geburtstagsgeschenk erhielt, wird sie nun immer an diesen besonderen Tag erinnern.

5.30 Uhr hl. Messe mit 4 Zelebranten, nach Frühstück und Gratulation ging es 7.oo Uhr Richtung Petersplatz. 8.oo Uhr durchschritten wir die Absperrung und warteten dann bis 9.30 Uhr in der warmen Sonne auf den reservierten Plätzen auf den Hl. Vater.

Jeder, der schon so etwas erlebt hat, weiß, wie interessant diese Wartezeit sein kann: Bischöfe kommen, Ordensfrauen winken, junge Leute schwenken Fahnen, man hört Sprechchöre: „Viva il Papa!“ und es wird fotografiert, fotografiert, fotografiert.

Auf die Frage, was jede Woche zehntausende Menschen aus allen Teilen der Welt dazu bewegt, zum Petersplatz zu kommen, um bei der Generalaudienz einen Mann zu sehen, den sie im Fernsehen viel besser sehen könnten, und um Worte zu hören, die sie schon oftmals gehört haben, würden sicher tausend verschiedene Antworten gegeben werden: oberflächliche und fromme, skeptische und gläubige. Aber jeder ist willkommen.

Die Predigt von Papst Franziskus an diesem 12. Oktober hätte für uns gar nicht passender sein können. Er sprach über die leiblichen und die geistigen Werke der Barmherzigkeit. Diese Werke der Barmherzigkeit nannte er ein auch in der  alltäglichen Situation zur Verfügung stehendes konkretes Mittel gegen den Virus der Gleichgültigkeit, der heute so viele Menschen befallen hat.

Gott gebe, dass diese Worte des Papstes den vielen Zuhörern (besonders bei uns) vom Ohr ins Herz und vom Herzen in die Hand wandern, damit der Virus bekämpft wird.

Durch den Apostolischen Segen, mit dem die Generalaudienz immer abschließt, wird Gott uns die Kraft dazu geben!

Ihre Sr. M. Dominika

10. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Nun sind wir überall gewesen und haben alles gesehen!

In zwei Tagen, am Samstag (8.10.) und am Montag (10.10.), haben wir eine Reise in die Welt unserer Kongregation gemacht.

Es war eine sehr beeindruckende Reise! Beeindruckend, weil zu sehen war, wie vielfältig das Umfeld ist, in dem unsere Schwestern leben und arbeiten; und beeindruckend, weil uns bewusst geworden ist, wie schwierig und wichtig der Dienst an den Armen in diesen Ländern ist – in Polen und Deutschland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Italien, Russland, Ukraine, Georgien, Kasachstan, Tschechien, Litauen, Ungarn, Brasilien, Bolivien, Paraguay, Tansania und im Heiligen Land.

Das, was wohl alle Kapitularinnen nach Abschluss dieser 23 Präsentationen empfanden, fasste Mutter M. Samuela zusammen. Sie dankte den Schwestern, die in „der ersten Reihe“ der Missionsarbeit unserer Kongregation stehen, für alle Einsatzbereitschaft und alle Opfer, aber der Dank, so sagte sie, gilt ebenso den Schwestern der „alten“ Provinzen, die durch ihr Gebet, ihre personellen und materiellen Gaben die Missionsarbeit im Hintergrund unterstützen.

Der Missionsdienst ist ein gemeinsamer Dienst der ganzen Kongregation, der uns stolz und froh machen kann. Wir leisten damit trotz geringer werdender Kräfte einen wichtigen Dienst für die Kirche.

Diese beiden Tage haben allen Kapitularinnen neu bewusst gemacht, dass wir eine lebendige Gemeinschaft sind. Das ist ein guter Grund zum Danken, und es ist eine Quelle der Kraft und des Mutes für unseren Weg in die Zukunft.

Ihre

Sr. M. Dominika

7. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Die neue Generalleitung ist gewählt. Sie kennen das Ergebnis.

Wir sagen den Gewählten herzliche Gratulation und viele Segenswünsche.

Gott schenke Mutter M. Samuela Werbińska in ihrem Amt als Generaloberin, Schwester M. Rafaela Fischbach als Generalvikarin und den Generalratsschwestern M. Paula Zaborowska, M. Weronika Tomczyk und M. Patrycja Sobinek die Fülle seines Segens, Tatkraft und Geduld, eine gute Gesundheit und die Geborgenheit in Gott, der allein den Frieden und die Freude des Herzens schenkt.

Wir versprechen, Gott täglich um die Erfüllung dieser guten Wünsche zu bitten.

Die neu in die Generalleitung gewählten Schwestern hinterlassen natürlich daheim eine Lücke.

Wir in der Provinz Deutschland gewinnen durch das Wahlergebnis aber sogar eine Schwester mehr wieder zurück, denn Schwester M. Edith Bremer und Schwester M. Birgit Häusler kehren wieder heim. Das ist schön!

Für Schwester M. Patrycja Sobinek, die bisher die Regionaloberin in Brasilien war, muss nun dort eine Nachfolgerin gewählt werden. Aber auch da wird Gottes Heiliger Geist dabei sein!

Es grüßt Ihre

Sr. M. Dominika

5. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Nachdem gestern viel geredet wurde –der Rechenschaftsbericht der Generaloberin stand im Mittelpunkt des Tages, aufgelockert durch einige Bild-Präsentationen über besondere Ereignisse der vergangenen 6 Jahre – wurde heute viel geschwiegen. – Einkehrtag!

Prof. Ugolini aus Brixen gab für die deutsche Gruppe dazu einige Anregungen zum Thema „Glauben“.

Als Ergebnis der beiden Impulse habe ich mit (etwas poetisch) notiert:

*       Dem Glauben glauben, der Liebe trauen
        und nicht auf eigene Stärke bauen.

*       Sich finden lassen auf allen Wegen,
         sich finden lassen. Er kommt mir entgegen,
         sich nicht verbergen vor seinem Blick,
         gefunden sein, das ist das Glück.

Mit diesem Glauben starten wir morgen in den ersten Wahltag.
Gott gebe, dass wir uns auch dabei von seinem Geist finden lassen.
Mit der Bitte um Ihr unterstützendes Gebet
im Namen aller Kapitularinnen

Ihre Sr. M. Dominika

Das 25. Generalkapitel, 3. Oktober 2016

"Herr, stärke unseren Glauben!" (Lk 17,5)
Der Glaube - das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Der Start ist gelungen, der Anfang ist gemacht!

Im Eröffnungsgottesdienst am 3.10. sprach Herr Kardinal Stanisław Ryłko über die Bedeutung des Glaubens

im Leben jeder Schwester und für die Entwicklung der Kongregation.

Die erste Arbeit des Kapitels war die gemeinsame Festlegung der Regularien. Nun wissen alle, wer was, wann, wo zu tun hat, damit es ein erfolgreiches Generalkapitel wird.

Beim Vortrag des Finanzberichtes durch Generalökonomin Schwester M. Chrystiana Stachel am Nachmittag mussten die fünf Schwestern, die in die Finanzkommission gewählt worden waren, besonders gut aufpassen, denn sie sollen ja nach dem intensiven Studium der vielen Zahlen bestätigen können, dass das Geld der Kongregation in den vergangenen sechs Jahren gut gehütet und für gute Zwecke ausgegeben wurde. Ich bin sicher, dass sie das mit voller Überzeugung tun können.

Mit herzlichen Grüßen aus dem sonnigen Rom

Ihre Sr. M. Dominika

TELEGRAMM AUS DEM VATIKAN

EHRW. MUTTER MARIA SAMUELA WERBIŃSKA
GENERALOBERIN DER SCHWESTERN VON DER HL. ELISABETH

VIA NOMENTANA, 140

00162 ROMA

Aus Anlass des XXV. Generalkapitels der Kongregation zum Thema „Herr, stärke unseren Glauben! (Lk 17,5)  Der Glaube – das Fundament des Lebens und Wirkens der Schwestern von der hl. Elisabeth“, in Verbindung mit dem außerordentlichen Jubiläum der Barmherzigkeit, das alle zur Übung der leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit einlädt, um ein lebendiges Bild des Mitleids und der Zärtlichkeit Christi zu werden, sendet der Heilige Vater Papst Franziskus seine herzlichen Segenswünsche und erbittet das Licht und die Gaben des Heiligen Geistes für ein fruchtbares Unterscheidungsvermögen. Er hofft, dass diese wichtige Zusammenkunft ein erneutes Streben nach Heiligkeit und die Treue zu den Idealen des geweihten Lebens weckt, damit der Einsatz für das Evangelium und die Kirche immer stärker wird unter Bevorzugung der Armen und der geografischen und existentiellen Peripherien der Welt, immer in Treue zum Charisma der Gründerinnen, die aus der lebendigen Beziehung zu Jesus die Kraft der Liebe geschöpft haben, um in den Armen und Kranken seine wunden Glieder zu pflegen. Seine Heiligkeit ermutigt dazu, aus der unerschöpflichen Quelle des Herzens des Erlösers zu schöpfen, dieser sicheren Kraftquelle für die tägliche Mission.

Die Wahlen und Beschlüsse dem himmlischen Schutz der Jungfrau Maria und der hl. Elisabeth anvertrauend, bittet er um Gebetsunterstützung für seinen Petrusdienst und erteilt Ihnen und allen Kapitularinnen von Herzen den erbetenen Apostolischen Segen, den er gerne auf die ganze Ordensfamilie ausweitet.

Kardinal Pietro Parolin

Staatssekretär Seiner Heiligkeit

Città del Vaticano, 23. September 2016